Das Bauunternehmen von Johann Kipp ist schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei großen Baumaßnahmen in Bremerhaven beteiligt. Unter anderem beim Bau des Kaiserdocks II 1907 bis 1912. Das Unternehmen hatte damals zu Hochzeiten bereits bis zu 300 Mitarbeiter.
Nach dem 2. Weltkrieg begann ein mühsamer Wiederaufbau. Aus gerade einmal drei Mann bestand die Baufirma von Johann Kipp, als Jürgen Braun das ehemals stolze Traditionsunternehmen am 1. Mai 1975 kaufte. Als 34 Jahre alter Dipl.-Ing., der an der Technischen Universität Braunschweig Bauingenieurwesen studiert hatte, wagte er nach wenigen Jahren praktischer Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit. Das Ergebnis: Im ersten Jahr wuchs die kleine Leher Firma auf 20 Mitarbeiter an,
fünf Jahre später waren es schon 50 und heute beschäftigt die Johann Kipp GmbH
120 Mitarbeiter.
Geblieben ist der Firmensitz am Schierholzweg. Grundlegend geändert hingegen hat sich das Unternehmensprofil. Mit Zielstrebigkeit eroberte sich die Johann Kipp GmbH nach und nach Arbeitsbereiche vom Tief- und Kanalbau bis Industriebau und Wohnungsbau. Das Bauunternehmen Johann Kipp gilt weit über die Grenzen Bremerhavens hinaus, auch im modernen Städtebau als engagierter und verlässlicher Partner.
Längst ist der Name Johann Kipp überregional bekannt. Das Bremerhavener Unternehmen hat in Russland (Kaliningrad) ebenso gebaut wie in Polen (Gdańsk) und nahezu ganz Norddeutschland. Aus der besonderen Kompetenz für Tiefbau ist ein Spezialist für Beratung, Planung und Ausführung geworden, der sich auch überregional einen guten Namen erworben hat, wenn es zum Beispiel um die schlüsselfertige Herstellung im Industrie-Hochbau geht.
Jürgen Braun ist im November 2010 verstorben. Die Gesellschafteranteile sind so geregelt, dass langfristig der Fortbestand der Firma gesichert ist.

